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Kommunikationstraining mit Ludoki – ein erster Eindruck

27. Juni 2017

Thema: Kommunikationstraining mit Ludoki – ein erster Eindruck

Halten Sie Kommunikationstrainings auch für nicht für überaus wichtig? Ich dachte das jedenfalls, hielt mich selber für gut genug, was Kommunikation betrifft. Mit meinen Jahren im Senior Management bei AMR und vorher bei der Credit Suisse habe ich schon sehr viel erlebt und viel Erfahrung sammeln können. Meine Teilnahme an diversen Ludoki-Trainings bei AMR war deshalb eher dem Umstand geschuldet, mit gutem Beispiel voranzugehen. Konnte nicht selber mit Abwesenheit glänzen und von den Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme erwarten. Aber ich liess mich eines Besseren belehren!

 

Wie sieht ein Ludoki-Training in der Realität aus?

Man sitzt zu viert an einem Tisch und zieht Karten mit Fragen, die man seinem direkten Tischnachbar stellt. Dabei geht es um Fragen zum entsprechenden Trainingsthema. Wir haben zuerst mit Kommunikation begonnen und sind nach ein paar Monaten in andere Themen, wie Verhandlung, Agilität und Sales eingetaucht. Nachdem man sich als Sender (derjenige, der die Frage beantwortet) selber eingeschätzt und bewertet hat, machen das die Kollegen (Empfänger) genauso. Um möglichst wertvolle Erkenntnisse zu erhalten, wird das Feedback sehr ehrlich/kritisch gegeben, aber auch genauso wertschätzend. Damit dies gelingt, erhält man Vorgaben vom Trainer. Dieser schaut bei den verschiedenen Tischen auch immer wieder rein, greift aber nur korrigierend ein, falls nötig.

Training innerhalb eines Team versus Training mit unbekannten Menschen

Wenn man das Training zusammen mit Kollegen aus dem Team absolviert, ist das eine Möglichkeit, den Teamspirit zu erhöhen. Ausserdem habe ich in einem solchen team-internen Training festgestellt, dass ich etwas an Empathie verloren hatte im Laufe der Zeit (vermutlich ist es ähnlich wie in Beziehungen). Nach einer gewissen Zeit geht man davon aus, dass die anderen einen gut genug kennen, um zu verstehen, was man eigentlich sagen möchte.

In meinem Beispiel erhielt ich die Aufgabe zu erklären, «wieso die Kultur in unserer Firma von Vertrauen geprägt ist». Da für mich das selbstverständlich ist, gab ich die typische (wenn auch ehrlich gemeinte!) Platitude von mir: «Wir in der GL leben das vor und unsere Mitarbeiter wissen das.» Die Empfängerin sah das aber anders und meinte, nur weil ich das so behaupte, glaube sie das nicht einfach. So musste ich erkennen, dass sich nicht alle durch Worte überzeugen lassen, auch wenn sie noch so ehrlich gemeint sind. Für diese Kollegin sind Taten und eigene Erfahrungen wichtiger, als was jemand sagt. Und das vermutlich über einen längeren Zeitraum. Die Menschen sind eben verschieden. Und genau das macht es ja spannend!

Absolviert man das Training mit Menschen, die einem unbekannt sind, erhält man dafür die Chance, durch Feedbacks zu erfahren, wie man auf Menschen wirkt, die man nicht kennt. Ein erster Eindruck halt.

Auch hier habe ich ein persönliches Erlebnis, das mir sehr geholfen hat. Ich war in einer Runde, in der ich die anderen Teilnehmer nicht kannte. Das Thema war «Sales» und ich bekam von allen das Feedback, dass meine Argumente zwar top sind, aber die Inspiration (und dadurch der Glaube an mein eigenes Produkt?) fehlte. Da ich von Haus als eher sehr sachlich zu kategorisieren bin, stellte mich das vor einen Challenge. Von jemandem bekam ich dann den Tipp, meine Argumente mit Beispielen zu untermalen, wodurch sich die Inspiration von alleine einstellte.

Mein Fazit

Alles in Allem haben sich die diversen Trainings für mich sehr positiv ausgewirkt. Ich habe meine Empathie wieder etwas adjustiert, habe diverse Kolleginnen und Kollegen neu oder besser kennengelernt und das Ganze hat auch noch Spass gemacht.

Ich kann es aus Überzeugung empfehlen!

 

Aktuelle Trainings: http://www.amrpartner.ch/de/services/amr-kommunikationstraining-ausbildung-amrpartner/